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Vorpremiere · Herbst 2026 Erste Serie: Report 1998
Curiosity Café by Tom Tropp

Neugierig? Gut so.

Geschichten, Ideen und Entdeckungen. Mal ernst, mal komisch, gelegentlich unbequem. Willkommen im Curiosity Café.

Zur ersten Entdeckung

Entdeckungen Nr. 1

Neue Serie · Demnächst

Report 1998 – Die Zukunft von gestern

1998. Die Zukunft von gestern.

1968 wusste man offenbar schon ziemlich genau, wie wir 1998 leben würden. Elektroautos, Haushaltsroboter, kürzere Arbeitszeiten – die Zukunft klang vielversprechend.

Und dann kam die Wirklichkeit.

Was wurde tatsächlich wahr? Was ging gründlich daneben? Und worüber werden die Menschen in 30 Jahren lachen, wenn sie unsere heutigen Prognosen lesen?

Wir schauen nach.

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Retrofuturistische Illustration: ein gestreifter Planet, eine Luftkissenbahn auf Stelzen, ein elektrischer Kleinwagen und ein Kastenroboter mit einem Auge, zwei Armen und drei Händen, der eine Tasse Kaffee serviert.

Illustration: Curiosity Café, frei nach den Zukunftsbildern der Sechzigerjahre. Keine Abbildung aus dem Buch.

  1. 1968 erschienen
  2. 1998 vorhergesagt
  3. 2026 nachgeschaut

Vorschau

Probieren Sie die Zeitreise schon jetzt. Die ganze Serie folgt.

Die Zeitreise

Vier Jahre, zwei Quellen, eine Frage. Wählen Sie eine Station.

1964 · Die Fachleute werden befragt

In der RAND Corporation in Santa Monica fragen Theodore J. Gordon und Olaf Helmer Fachleute nach der Zukunft – in mehreren Runden, und jede Runde erfährt, was die anderen geschätzt haben. So arbeitet die Delphi-Methode. Sechs Themen stehen auf dem Fragebogen: wissenschaftliche Durchbrüche, Bevölkerungswachstum, Automation, Raumfahrt, Kriegsgefahr und künftige Waffensysteme – bis zu fünfzig Jahre im Voraus.

Moment mal Gehmacher schreibt später von 150 Wissenschaftlern. Im Bericht steht: Rund 150 wurden angefragt, 82 haben geantwortet.

Quelle: T. J. Gordon, O. Helmer: Report on a Long-Range Forecasting Study. RAND Corporation, P-2982, September 1964, S. 6.

Drei Versprechen von 1968

Umdrehen zeigt, was im Buch steht – nicht, was daraus wurde. Das kommt in der Serie.

Elektroautos

Brennstoffzelle oder Batterie?

Das Buch ist sich selbst nicht einig.

Im Buch steht

„Bis zur allgemeinen Verwendung dürfte noch einige Zeit vergehen. Doch allmählich werden die neuen Elektroautos die heutigen Automobile verdrängen.“

Report 1998, S. 67

Im Text fahren die Autos der Zukunft mit Brennstoffelementen. Die Bildunterschrift setzt auf „neuartige Batterien“. Wer von beiden lag näher dran?

Was daraus wurde? Das prüfen wir in der Serie.

Haushaltsroboter

Wo bleibt das Roboter-Dienstmädchen?

Zwischen 1980 und 1996 sollte es kommen.

Im Buch steht

„Mit einem menschlichen Wesen hat er sicher wenig Ähnlichkeit, sondern wird eher aussehen wie ein großer Kasten mit einem großen Auge, zwei Armen, drei Händen und stelzenartigen Füßen.“

Report 1998, S. 92

Schuhe putzen, Geschirr spülen, Essen kochen – so beschreibt das Buch den Roboter, der laut Gordon-Helmer-Studie zwischen 1980 und 1996 auf den Markt kommen sollte (S. 91). Steht er bei Ihnen schon in der Küche?

Was daraus wurde? Das prüfen wir in der Serie.

Arbeitszeit der Zukunft

Haben Sie Ihre 32-Stunden-Woche schon?

Ab 1980 sollte sie die Regel sein.

Im Buch steht

„Nach den Schätzungen der Fachleute wird schon von 1980 an in allen fortgeschrittenen Industrieländern die 32-Stunden-Woche vorherrschend sein.“

Report 1998, S. 133

Um das Jahr 2000 sollten in manchen Berufen 25 Stunden genügen. Länger arbeite dann nur, wem die Arbeit „zum Vergnügen geworden ist“ (S. 133).

Was daraus wurde? Das prüfen wir in der Serie.

Was die Serie vorhat

  1. Kapitel für Kapitel: was das Buch vorhersagt, mit Seitenangabe.
  2. Zwei Quellen, sauber getrennt: die RAND-Studie von 1964 und Gehmachers Buch von 1968.
  3. Der Realitätscheck: Vorführung, Marktreife, Alltag – jeweils mit Beleg.
  4. Und die Gegenprobe: Welche Prognosen von heute werden 2056 belächelt?

Das Magazin

Fünf Türen ins Café. Hinter jeder entsteht gerade etwas – keine Grenzen, sondern Einstiege.

Vorschau Die Rubriken starten mit den ersten Ausgaben.

01Vorschau

Leben & Menschen

Wer macht es anders – und warum?

Was hier kommt

Porträts, Begegnungen und Alltagsgeschichten mit Haken. Menschen, die etwas ausprobieren, an etwas scheitern oder einfach eine gute Geschichte erzählen.

02Vorschau

Technik & Entdeckungen

Was ein Gerät verspricht – und was es hält.

Was hier kommt

Erfindungen, Irrwege und Zukunftsversprechen im Praxistest. Mit dem Unterschied zwischen Vorführung, Marktreife und Alltag.

03Vorschau

Geschichte & Geschichten

Die Vergangenheit war auch einmal Gegenwart.

Was hier kommt

Und meistens chaotischer, als die Schulbücher behaupten. Fundstücke, Zeitreisen und Ereignisse, die man anders erzählen kann.

04Vorschau

Meinung & Kritik

Thesen mit Rückgrat. Gegenrede inklusive.

Was hier kommt

Kommentare, Kolumnen und Gastbeiträge – jeweils mit einem Gegenüber, das widersprechen darf. Mehr dazu unter „Meinungen“.

05Vorschau

Kurioses & Absurdes

Das Leben schreibt die seltsamsten Fußnoten.

Was hier kommt

Merkwürdige Rekorde, schiefe Statistiken, Erfindungen, die niemand wollte. Wir sammeln sie – und schauen nach, was dahintersteckt.

These. Gegenrede. Ihr Urteil.

Eine Meinung wird erst interessant, wenn ihr jemand widerspricht. Deshalb bekommt im Curiosity Café jeder Kommentar ein Gegenüber.

Beispiel So soll das Format aussehen – ein Beispiel, kein veröffentlichter Beitrag.

Die These

Zukunftsprognosen sind Kaffeesatzleserei mit Fußnoten.

Die Gegenrede

Ohne Prognosen plant niemand eine Bahnstrecke, eine Pension oder ein Kraftwerk. Die Frage ist nicht, ob man vorhersagt, sondern wie ehrlich.

Gastkommentare und Gegenreden sind geplant. Wer eine These hat, die Widerspruch verträgt – oder einen Widerspruch, der eine These sucht –, schreibt uns.

These oder Gegenrede schicken

Curiosity Café auf YouTube

Das Café hat auch einen Bildschirm. Die ersten Folgen sind in Arbeit – jede bekommt hier ihren Artikel, ihre Quellen und ihre Diskussion.

  1. Video
  2. Artikel
  3. Quellen
  4. Diskussion

Demnächst Die ersten Folgen sind in Arbeit.

Zum Kanal von Tom Tropp

Mitreden

Ein Café ohne Diskussionen wäre bloß ein Ausschank. Fangen wir klein an.

Welche Zukunftsprognose sollen wir als Erstes überprüfen?

Sechs Versprechen aus „Report 1998“. Eines davon nehmen wir uns zuerst vor. Welches?

Nur lokal Ihre Wahl bleibt nur in diesem Browser. Sie wird nicht übertragen und nicht gezählt – öffentliche Ergebnisse gibt es erst mit einer echten Abstimmung.

Für die Auswahl braucht diese Seite JavaScript.

Ein Café ist kein Hörsaal.

Im Kaffeehaus wird seit jeher über alles geredet: über die Zeitung von heute, die Welt von morgen und die Frage, wer eigentlich recht hat. Genau dieser Tisch soll das Curiosity Café sein – nur ein bisschen größer.

Gastgeber ist Tom Tropp. Er stellt gern die Frage, die sonst übrig bleibt: Stimmt das eigentlich? Bei Zukunftsprognosen von gestern, bei Technik, die alles verspricht, bei Geschichten, die zu gut klingen, um wahr zu sein. Die Antworten gibt es hier zum Lesen, auf YouTube zum Ansehen – und manchmal einfach als bessere Frage.

Wissenschaft ist dabei das Werkzeug, nicht das Thema: Wir lesen Quellen, rechnen nach und sagen dazu, wenn wir etwas nicht wissen. Humor ist erlaubt, Widerspruch erwünscht.

Tom Tropp

Die Hausordnung

  1. Neugier vor Gewissheit Die beste Geschichte beginnt mit einer Frage, nicht mit einer Behauptung.
  2. Belege auf den Tisch Was wir behaupten, belegen wir. Was offen ist, nennen wir offen.
  3. Humor ja, Hochmut nein Über die Zukunft von gestern darf man lachen – auch über die eigene.
  4. Widerspruch ist Stammgast Gegenmeinungen bekommen Platz, nicht nur einen Kommentarkasten.